Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin zeigt sich angesichts aktueller Zahlen zu tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte im Jahr 2024 tief besorgt. Nach einer aktuellen Anfrage des Abgeordneten Prof. Dr. Martin Pätzold (CDU) an den Berliner Senat wurde bekannt, dass im vergangenen Jahr 1.925 Angriffe gegen Berliner Einsatzkräfte registriert wurden – doch nur ein Bruchteil der Verfahren führte zu einer tatsächlichen gerichtlichen Verurteilung.
"Wenn Kolleginnen und Kollegen täglich zur Zielscheibe werden und der Rechtsstaat sich dann abwendet, anstatt sich schützend vor sie zu stellen, ist das ein fatales Signal – nach außen wie nach innen. Jeden Tag werden im Schnitt fünf tätliche Angriffe dokumentiert. Wo sind wir denn gelandet?", fragt Frank Teichert, stellvertretender Landesvorsitzender der DPolG Berlin.
Laut Auswertung wurden lediglich 393 Fälle gerichtlich entschieden. Davon führten nur 27 zu einer Freiheitsstrafe mit Bewährung, 17 ohne Bewährung. Die Mehrheit der Fälle endete mit Einstellungen, Abgaben oder gar keiner Verfolgung.
Besonders betroffen war die Direktion 5 (City) mit 672registrierten Angriffen, gefolgt von den Direktionen 2 (West) und 4 (Süd).
Die DPolG Berlin fordert daher:
„Wer Einsatzkräfte angreift, greift uns alle an. Es braucht nicht mehr Verständnis für Täter – es braucht Rückgrat für die, die Berlin schützen“, sagt Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der DPolG Berlin.
In der BZ vom 4. August 2025 stellt Redakteur Stefan Peter unsere Positionen dar: Offizielle Senatszahlen - Angriffe auf Polizisten – In diesen Berliner Kiezen eskaliert die Gewalt
Zur Anfrage des CDU-Abgeordneten Dr. Martin Pätzold in der Datenbank des Abgeordnetenhauses von Berlin zum Thema: "Tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte in Berlin im Jahr 2024: Umfang, Verteilung und Maßnahmen zur Prävention"
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