Generationswechsel bei der DPolG Berlin: Frank Teichert (43) ist neuer Landesvorsitzender. Er folgt auf Bodo Pfalzgraf, der nach 22 Jahren an der Spitze nicht erneut kandidierte. Die Delegierten wählten außerdem 4 stellvertretende Landesvorsitzende und verabschiedeten eine Resolution mit klaren Forderungen an die Politik vor der Abgeordnetenhauswahl.
Die DPolG Berlin hat eine neue Führung. Die rund 120 Delegierten des 25. Landeskongresses wählten den 43-jährigen Frank Teichert zum neuen Landesvorsitzenden. Er folgt auf Bodo Pfalzgraf, der nach 22 Jahren an der Spitze des Berliner Landesverbandes nicht erneut kandidierte. Auch im weiteren Landesvorstand verbindet die DPolG Berlin künftig neue Gesichter mit gewerkschaftlicher Erfahrung.
Neu als stellvertretende Landesvorsitzende wurden Lars Golombek (54) und Angelo Kolibabski (38) in den Landesvorstand gewählt. Weiterhin gehören dem Führungsteam die stellvertretenden Landesvorsitzenden Victoria Marie Gordon (39) und Boris Biedermann (54) an. Damit stellt sich die DPolG Berlin für die kommenden Jahre personell neu auf und setzt zugleich auf Kontinuität und Erfahrung.
Neben den Vorstandswahlen bestimmte der 25. Landeskongress die gewerkschaftspolitische Ausrichtung der DPolG Berlin für die kommenden Jahre. Mit Blick auf die bevorstehende Abgeordnetenhauswahl verabschiedeten die Delegierten die Resolution „Innere Sicherheit ist kein Wahlversprechen – sie ist staatlicher Auftrag!“
Darin fordert die DPolG Berlin von den Parteien und der künftigen Landesregierung einen handlungsfähigen Rechtsstaat und eine Sicherheitspolitik, die sich nicht in Ankündigungen erschöpft. Neue Aufgaben für Polizei und Ordnungsämter müssen mit dem notwendigen Personal, einer ausreichenden Finanzierung und praxistauglichen Befugnissen hinterlegt werden.
Angesichts von Gewalt- und Messerkriminalität, Angriffen auf Einsatzkräfte, organisierter Kriminalität und zunehmender Respektlosigkeit gegenüber staatlichen Beschäftigten fordert die DPolG konsequente Strafverfolgung, wirksame Prävention und einen stärkeren Fokus auf Mehrfachtäter. Polizei, Ordnungsämter und Justiz müssten dabei gemeinsam gedacht und personell wie technisch so ausgestattet werden, dass geltendes Recht tatsächlich durchgesetzt werden könne.
Auch moderne Ermittlungs- und Überwachungstechnik müsse dort eingesetzt werden können, wo sie rechtsstaatlich zulässig und für Gefahrenabwehr und Strafverfolgung erforderlich sei.
Gleichzeitig verlangt der Landeskongress eine verlässliche Fürsorge für die Beschäftigten. Dazu gehören zeitgemäße Schutzausstattung, funktionierende Fahrzeuge und Dienstgebäude ebenso wie eine angemessene Besoldung, bessere Beförderungsmöglichkeiten und eine verlässliche Absicherung nach Dienstunfällen.
„Reden reicht nicht. Handeln ist gefragt. Wer mehr Sicherheit verspricht, muss die Polizei und Ordnungsämter stärken. Wer neue Aufgaben fordert, muss Personal bereitstellen“, heißt es in der Resolution des 25. Landeskongresses.
Die DPolG Berlin macht damit bereits vor der Abgeordnetenhauswahl deutlich, woran sie die Parteien nach der Wahl messen wird: Innere Sicherheit darf nicht nur im Wahlkampf Priorität haben. Sie muss sich anschließend konkret in Personal, Ausstattung, Befugnissen und Arbeitsbedingungen widerspiegeln.
Wer den Rechtsstaat verteidigen will, muss ihm die Mittel zur Durchsetzung geben. Die DPolG Berlin steht für einen starken, handlungsfähigen und rechtsstaatlichen Staat, für eine Polizei, die schützen kann – und für Einsatzkräfte, die ihren Dienst sicher leisten und sicher nach Hause kommen können.
Gewählt: der neue Landesvorstand der DPolG Berlin ( von links) mit
Victoria-Marie Gordon, stellvertretende Landesvorsitzende (KV Dir 5)
Lars Golombek, stellvertretender Landesvorsitzender (KV Dir 1)
Frank Teichert, Landesvorsitzender (KV Dir 1)
Boris Biedermann, stellvertretender Landesvorsitzender (KV Dir ZeSo)
Angelo Kolibabski, stellvertretender Landesvorsitzender (KV Dir E/V)
sowie Alexander Strauch, Landestarifbeauftragter (KV Dir E/V)
Foto: Thomas Grummt
Gehörte bereits dem vorangehenden Landesvorstand an: Victoria-Marie Gordon. Die Polizeihauptkommissarin stammt aus der Direktion 5 und ist stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Dir 5.
Neu im Landesvorstand und mit 38 Jahren das jüngste Mitglied: der stellvertretende Landesvorsitzende der DPolG Berlin Angelo Kolibabski. Stammt aus der Direktion Einsatz und Verkehr und ist Vorsitzender im KV Dir E/V.
Neu im Landesvorstand ist Lars Golombek (54). Der EPHK (Erster Polizeihauptkommissar) stammt aus der Direktion 1 und ist Vorsitzender des DPolG Kreisverbands Dir 1.
Seit 13 Jahre ist Boris Biedermann (54) Mitglied im Landesvorstand der DPolG Berlin und damit der “dienst”älteste unter den stellvertretenden Landesvorsitzenden. Er ist stellvertretender Vorsitzender und Beisitzer im KV Dir ZeSo.
Neuer Landesvorsitzender der DPolG Berlin: Frank Teichert
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Foto: Thomas Grummt