Generationswechsel an der Spitze der Deutschen Polizeigewerkschaft in Berlin
Frank Teichert ist neuer Landesvorsitzender der DPolG Berlin
Der neue Landesvorsitzende der DPolG Berlin heißt Frank Teichert. Der Polizeihauptkommissar wurde auf dem 25. Landeskongress zum Nachfolger von Bodo Pfalzgraf gewählt, der den Landesverband 22 Jahre lang geführt hat. Mit Teichert übernimmt ein langjähriger Berliner Polizeibeamter und Personalvertreter die Führung des Landesverbandes. Der Jahrgang 1983 ist seit 2002 bei der Polizei Berlin.
Frank Teichert absolvierte sowohl die Ausbildung des mittleren als auch das Studium des gehobenen Polizeivollzugsdienstes und war unter anderem in der Dienstgruppenleitung auf dem Polizeiabschnitt 16 in der heutigen Polizeidirektion 1 Nord tätig.
Gewerkschafter und Personalvertreter
Innerhalb der DPolG Berlin hat Teichert auf unterschiedlichen Ebenen Verantwortung übernommen. Im Kreisverband Direktion 1 Nord wurde er 2020 zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Später gehörte er dem Landeshauptvorstand an und rückte in den engeren Landesvorstand auf, zuletzt als stellvertretender Landesvorsitzender.
Parallel engagiert sich Teichert seit 2019 auf verschiedenen Ebenen in der Personalvertretung der Polizei Berlin und gehört heute dem Hauptpersonalrat des Landes Berlin an. Seine Personalratsarbeit stellt er unter die Leitbegriffe „Vertrauen, Transparenz, Veränderung“.
In den vergangenen Jahren vertrat Teichert die DPolG Berlin zunehmend auch nach außen. Im Juli 2025 nahm er im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses zur Strukturreform der Polizei Berlin Stellung. Angesichts sinkender Personalstärken forderte er eine konsequente Aufgabenkritik und eine Konzentration der Polizei auf ihre Kernaufgaben. Im September 2025 brachte er bei der Anhörung zur Reform von ASOG und UZwG die Perspektive der Polizeipraxis ein und forderte insbesondere Rechtssicherheit für Einsatzkräfte beim finalen Rettungsschuss. Im März 2026 wurde Teichert zudem als Experte im Ausschuss für Digitalisierung und Datenschutz zur Novelle des Berliner Datenschutzgesetzes angehört.
Auch bei klassischen Gewerkschaftsthemen setzte er Schwerpunkte. Gemeinsam mit der DPolG forderte Teichert unter anderem die Modernisierung des Fuhrparks, die Sanierung maroder Dienstgebäude und bessere Dienst- und Arbeitsbedingungen. Beim Schutz der Beschäftigten verlangte er Konsequenzen angesichts der Angriffe auf Berliner Einsatzkräfte und zuletzt eine bessere persönliche Schutzausstattung angesichts der Schusswaffengewalt in Berlin. Seine öffentlichen Schwerpunkte liegen damit vor allem bei Personal und Ausstattung, dem Schutz der Beschäftigten sowie bei rechtlichen Rahmenbedingungen, die aus seiner Sicht in der polizeilichen Praxis funktionieren müssen.
Mehr als zwei Jahrzehnte bei der Polizei Berlin
Teichert ist seit 2002 bei der Polizei Berlin. Er besuchte die Polizeiakademie als Polizeimeisteranwärter und startete im Angestelltenverhätnis (!) seine Karriere. Mit der Verbeamtung ging er zur Bereitschaftspolizei und absolvierte von 2012-2015 das Studium des gehobenen Polizeivollzugsdienstes. Er trägt heute den Dienstgrad Polizeihauptkommissar.
Zu seinen beruflichen Stationen gehörten die Polizeiabschnitte 13, 16 und 17 und der Stab 4 (Öffentlichkeits- & Präventionsarbeit) in der heutigen Polizeidirektion 1 Nord sowie die 21. und 22. Einsatzhundertschaft. Seine gewerkschaftliche und personalvertretungsrechtliche Arbeit verbindet er folglich mit langjähriger Erfahrung aus dem Polizeidienst und aus Führungsverantwortung.
Kommunalpolitisch für die CDU aktiv
Neben Polizeiberuf und Gewerkschaft engagiert sich Teichert seit Jahren kommunalpolitisch für die CDU in Berlin-Lichtenberg. Als Bezirksverordneter in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg befasst er sich insbesondere mit Fragen der öffentlichen Ordnung. In der CDU-Fraktion ist er Sprecher für Öffentliche Ordnung. Darüber hinaus ist er in der Kultur- und Weiterbildungspolitik aktiv und übernahm den Vorsitz des zuständigen BVV-Ausschusses.
Seine kommunalpolitische Arbeit reicht damit über Polizei- und Sicherheitsthemen hinaus. Dazu gehören unter anderem Initiativen zur Freilichtbühne im Stadtpark Lichtenberg, zur Erinnerungskultur sowie zu Fragen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Bezirk.
Motorrad, Basketball und Cola
Abseits von Polizei, Gewerkschaft und Politik ist Teichert sportbegeistert. Früher spielte er selbst Basketball, Fußball und Football in Vereinen in Berlin und Potsdam. Heute gehört Motorradfahren zu seinen Leidenschaften.
Generationswechsel an der Spitze
Mit seiner Wahl folgt Teichert auf Bodo Pfalzgraf, der die DPolG Berlin 22 Jahre lang führte. Der neue Landesvorsitzende bringt Erfahrungen aus Polizeidienst, Personalvertretung, Gewerkschaft und Kommunalpolitik zusammen. Als Landesvorsitzender vertritt Frank Teichert künftig die Interessen der Mitglieder und Beschäftigten gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit.
Frisch und neu gewählt: Frank Teichert beim 25. Landeskongress der DPolG Berlin im Moa Berlin.
Foto: Thomas Grummt
Und hier geht's zum Team Teichert, den am 04. September 2026 von den Delegierten auf dem 25. Landeskongress gewählten, neuen Landesvorstand der DPolG Berlin und ihrem Arbeitsauftrag


