05. März 2018

DPolG Berlin: Angemessene Berufsbezeichnung für "Tarifbeschäftigte" einführen

Amtssprache sollte Identifikation ermöglichen

Den aktuell verwendeten Bezeichnungen "Tarifbeschäftigte/r" mit Zusätzen (z.B. TB/OS, TB/GD, TB/SOD usw.) fehlen sowohl der direkte Bezug zum Polizeivollzugsdienst, sowie eine Identifizierung mit dem Aufgabeninhalt des Arbeitsbereiches.

In den vergangenen Jahren hat sich eine gewisse sprachliche Gedankenlosigkeit entwickelt, die nun zu sehr speziellen Abkürzungen und wenig Wertschätzung führt. Niemand käme im Beamtenbereich auf die Idee, durchgehend von "Besoldungsbeschäftigten" zu sprechen und daraus auch noch Kürzel zu basteln. Dienst und Arbeit bei der Polizei haben immer etwas mit der besonderen inneren Nähe zur Aufgabe zu tun.

Darum setzen wir uns für wertschätzende Statusbezeichnungen ein, die sich auch durchgehend in den Dienstausweisen wiederfinden müssen. Das heillose Durcheinander in den Bezeichnungen hat auch in den internen Vorschriften Einzug gehalten, wodurch der einheitliche Sprachgebrauch und die Wahrnehmung der „Tarifbeschäftigten“ und Beamtenschaft als die EINE POLIZEI BERLIN zusätzlich verhindert wird.

In der genderoffenen Abkürzung Polizeivollzugsangestellte/r =PVA - mit Bereichs- oder Funktionszusatz - könnten sich nicht nur unsere Kolleginnen und Kollegen wieder erkennen, sondern zeitgleich nach außen die qualifizierte Tätigkeit erkennbar werden.

So könnten sogenannte PVA mit Zusätzen wie „im Objektschutz (OS), im Gefangenenwesen (GD), im Kriminaldienst (KD) oder im Verkehrsdienst (VD)“ bei allen Kolleginnen und Kollegen, sowie bei der Bevölkerung und vor Gericht, bei Stellenausschreibungen oder bei sonstigen Anlässen ein einheitliches Bild vermitteln. Damit wären alle vollzugsnahen Tätigkeiten in der Polizei Berlin zu einer #Polizeifamilie zusammengeführt.

Bei Bewerbungen für eine Tätigkeit ist die Berufsbezeichnung ebenso von starker Bedeutung. Nicht ohne Grund ist in der freien Wirtschaft fast jede Tätigkeit mit hochtrabenden Zusätzen  versehen. Hierdurch entsteht sowohl Berufszufriedenheit als auch eine gesteigerte Identifizierung mit dem Beruf. Wir sind alle stolz, in der Polizei zu sein und deshalb sollte dies auch bei unseren „Tarifbeschäftigten“ mit polizeilichen Aufgaben zum Ausdruck kommen.

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