Steigende Gewalt durch Messerangriffe in Berlin
Ein Jahr Freiheitsentzug - DPolG Berlin fordert härtere Strafen für Messerkriminalität
Ein einziger Messerstich kann ein Leben zerstören. Während Opfer oft lebenslang leiden, gehen Täter nach der Tat viel zu häufig unbescholten nach Hause. Die DPolG Berlin fordert eine konsequente Verschärfung des Strafrechts.
Nur ein Messerstich – und für das Opfer ändert sich augenblicklich alles. Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität sind von einem Moment auf den anderen zerstört. Für die Täter hingegen bleibt die unmittelbare Konsequenz oft aus: Sie können nach der Tat nach Hause gehen, während die Betroffenen mit schweren körperlichen und seelischen Folgen kämpfen.
Die DPolG Berlin fordert deshalb:
- Messerangriffe endlich mit der nötigen Härte zu bestrafen. Ein Messerangriff ist kein Bagatelldelikt, sondern ein massiver Angriff auf das gesellschaftliche Zusammenleben. Deshalb müssen solche Taten künftig grundsätzlich als Verbrechen eingestuft werden:
- mit einer Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsentzug.
- Wird das Opfer lebensgefährlich verletzt, fordert die DPolG Berlin eine Mindeststrafe von drei Jahren Haft – ohne Bewährung.
„Messer gelten mittlerweile als probates Mittel, um Konflikte zu lösen. Die Hemmschwelle, auf einen Menschen einzustechen, ist erschreckend niedrig“, sagt der DPolG-Landesvorsitzende Bodo PFalzgraf. Das derzeitige Signal sei fatal: Zu viele Täter erleben, dass ihnen am Ende nichts passiert. Das untergräbt das Vertrauen in den Rechtsstaat und fördert eine Spirale der Gewalt.
Die DPolG Berlin betont: Nur eine klare und konsequente Strafandrohung kann diese Entwicklung stoppen. Messerkriminalität darf nicht länger mit Samthandschuhen behandelt werden – zu hoch ist der Preis für die Opfer und für die Sicherheit in unserer Stadt.
Siehe dazu Bodo Pfalzgraf im Gespräch mit Andreas Kopietz in der Berliner Zeitung (25.08.2025): "MESSERKRIMINALITÄT -14-jähriges Mädchen festgenommen: Messerstechereien in Kreuzberg, Marzahn und am Humboldt-Forum - In den vergangenen Tagen kam es mehrmals zu schweren Messerattacken. Die meisten Täter kamen frei. Unterdessen fordert eine Online-Petition eine härtere Bestrafung von Messertätern."
Anbei exemplarisch drei Messerattacken vom vergangenen Wochenende, 22.-24. August 2025 in den Pressemitteilungen der Polizei Berlin:
> Mit Messer verletzt – Mann auf Intensivstation Polizeimeldung vom 24.08.2025, Marzahn-Hellersdorf
> Mehrere Verletzte mit Stich- und Schnittverletzungen Polizeimeldung vom 24.08.2025 Mitte
> Mann mit Messer verletzt Polizeimeldung vom 23.08.2025 Charlottenburg-Wilmersdorf
