16. Juli 2015

DPolG Berlin: Wir warnen seit Jahren! Politische Zeitschiene bis 2023 ist ein Ritt auf der Rasierklinge.

Polizeinotruf eingeschränkt!

Die vorsorgliche Räumung der Einsatzleitzentrale offenbart ein lange bekanntes Problem, vor dem wir seit Jahren warnen. Im Notfall (egal ob Baustaub oder andere Havarien) sind:

 

a. nicht alle technischen Systeme sofort aus Ersatzräumen steuerbar.

b. zusätzlich zur inakzeptablen Warteschleifenproblematik weitere Verzögerungen bei der Notrufannahme vorprogrammiert.

c. die optimale Einsatzsteuerung der Einsatzwagen stark eingeschränkt.

d. keine vernünftigen Ersatzräume mit entsprechender Technik vorhanden.

Politik und Behördenleitung wollen das Problem bis 2023 mit dem Bau einer neuen Leitstelle lösen. Doch die Fertigstellung dieses Großprojekts ist nicht sicher. Seit 2007 wird den Mitarbeitern der ELZ und uns als DPolG erzählt, dass sich Investitionen in die vorhandene Leitstelle nicht lohnen, weil ja bald eine neue, schöne, moderne Leitstelle gebaut werde.

Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der DPolG Berlin: "Der Schutz der Bürger und der Mitarbeiter geht vor! Die baulichen Zustände und die Ausstattungszustände in der Einsatzleitstelle sind nicht hinnehmbar. Wir können mit einem gesundheitsgerechten Umbau nicht bis zur Einweihung der geplanten Leitstelle 2023 warten! Der Polizeinotruf muss auch in Krisenfällen immer funktionieren."

Jetzt müssen Bürger und Polizisten wieder einmal politische Fehlleistungen der Vergangenheit ausbaden. Aber die wachsende Stadt kann keine weiteren acht Jahre an einer so sensiblen Stelle auf der Rasierklinge reiten!

Unsere Forderung: Die Einsatzleitzentrale muss sofort nach aktuellen ergonomischen und technischen Standards umgebaut werden. Sie kann dann nach Inbetriebnahme der neuen Einsatzleitstelle als Rückfallebene für Polizei und Feuerwehr im Katastrophenfall dienen.

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