08. Juli 2015

DPolG Berlin: Klare Botschaft des Polizeipräsidenten für mehr Zufriedenheit

Probelauf Arbeitszeit ELZ-Modell auf den Abschnitten gescheitert

In gesetzten Worten hat PPr Klaus Kandt entschieden, den Probelauf im September 2015 zu beenden. Vorangegangen war die Vorstellung der Ergebnisse der wissenschaftlich begleiteten Mitarbeiterbefragung zu allen Arbeitszeitmodellen der Berliner Polizeiabschnitte.

Die Befragung, der Umgang damit und die Entscheidung zeigen, dass es sich lohnt, an solchen Befragungen teilzunehmen, denn die für uns so wichtigen Antworten zu Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, verlässliche Planung und ausreichende Regenerationsphasen waren wertvolle und ernst genommene Entscheidungskriterien bei der Umfrage zum ELZ-Modell.

 

Wir könnten uns nun selbst feiern, weil wir -die Praktikergewerkschaft in der Polizei- schon vor Beginn des Probelaufes in der Politik und bei der Behördenleitung intensiv darauf hingewiesen haben, dass man Arbeitszeitmodelle der ELZ nicht einfach auf Abschnitte übertragen kann.


Doch es gibt keinen Grund zum Feiern. Der vertraglich vereinbarte Rückfall in die Arbeitszeit BMo offenbart nach der Befragung nämlich ähnlich problematische Ergebnisse wie das ELZ-Modell. Und damit sofortigen Handlungszwang. Der Kampf gegen die kurzen Wechsel geht also in die nächste Runde.


Wir haben als DPolG im Sinne aller Kolleginnen und Kollegen auf den Abschnitten weder die Zeit, noch die Lust uns weinerlich in den Armen zu liegen oder fingerzeigend die Schuld bei anderen zu suchen.
Darum ist das klare Bekenntnis des Polizeipräsidenten, nach einer mutigen Entscheidung nun rasch gemeinsam und ohne Scheuklappen nach einem neuen Arbeitszeitmodell zu suchen, dass alle Beteiligten eher zufrieden stellt, sehr ernst zu nehmen. Hoffentlich ohne Besserwisserei und merkwürdige Begleitgremien, sondern mit Beteiligung der Gewerkschaften.


Nach den vorliegenden Umfragewerten muss außerdem zwingend erneut über eine Untersuchung und Anpassung der Arbeitszeiten bei ELZ und VB I geredet werden – denn Zufriedenheit sieht anders aus!

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