29. Oktober 2015

Nichtstun – Täuschen – Tricksen

Wie der Vorsitzende des Gesamtpersonalrates (GPR) versuchte, die Belegschaft und die Öffentlichkeit zu täuschen und die gesamte Berliner Polizei blamierte

Wäre es nicht so traurig, könnte man herzhaft lachen. Am 14. Oktober 2015 berichtete das RBB-Magazin „Klartext“ über gesundheitliche Belastungen der Berliner Polizei in den Schießständen des LKA und der Bernauer Straße. Einen Tag später überraschte der Vorstand des GPR mit der Forderung nach Veröffentlichung aller Gutachten und erstattete sogar Strafanzeige. Donnerwetter! Das ist ja ein kraftvoller Einsatz, dachten gewiss viele Kolleginnen und Kollegen.

Was alle nicht wussten: Der Vorsitzende des GPR, der den Polizeipräsidenten aufforderte, „das betreffende Gutachten, sowie alle anderen Gutachten über die Schießstätten der Berliner Polizei, umgehend zu veröffentlichen“, hatte alle Informationen seit Juli 2015! Das Magazin RBB-Klartext, das den Maulhelden entlarvt hatte, stellte ihn in der Sendung am 28. Oktober 2015 zur Rede.


Kleinlaut musste er zugeben, tatsächlich seit Monaten auf den Papieren zu sitzen, die er lauthals eingefordert hatte. Mit der nachfolgenden Erklärung, der Personalrat hätte keine Kapazitäten, die Unterlagen zu bearbeiten (was machen die vielen freigestellten Funktionäre eigentlich den ganzen Tag?), blamierte er die Berliner Polizei komplett, fleißig unterstützt von der Vorsitzenden des örtlichen Personalrates der Dir 6, die offensichtlich alles wusste und trotzdem forsch Aufklärung forderte… !!??


Wenn jetzt jemand etwas aufzuklären hat, dann ist es der Vorsitzende des GPR:
Warum ist dieses Thema nie im GPR behandelt worden? Wer hat die Informationen, über die der GPR-Vorsitzende seit Monaten verfügt, noch? Warum sind die Mitglieder des GPR bis heute nicht über die Existenz der Unterlagen informiert? Wer ist auf die Idee mit der Strafanzeige gekommen und wer hat das beschlossen? Wie ist eine Bearbeitungsdauer von mehr als 4 Monaten zu erklären? Warum behauptet der GPR-Vorsitzende in der „GPR-Info“ wahrheitswidrig, die Gutachten seien nicht veröffentlicht, wenn er sie seit Monaten besitzt?


Die Showveranstaltungen und Tricksereien des GPR-Vorsitzenden müssen jetzt ein Ende haben! Die Belegschaft der Berliner Polizei hat ein Anrecht darauf, dass diese Machenschaften aufgedeckt und die Verantwortlichen für diese lächerlichen Aktionen zum Schaden der Berliner Polizei benannt werden.
Und alle Mitglieder des GPR müssen jetzt endlich die seit Monaten vorliegenden Unterlagen erhalten. Wer Veröffentlichung fordert und gleichzeitig Unterlagen geheim hält, ist ein Scharlatan und weiter nichts!

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