Polizeifamilie

Für die Zusammengehörigkeit in einem riskanten Beruf - und ein besseres Verständnis!

Was ist die Polizeifamilie? Was machen die? Was wollen die? Ein Erklärung der Verbundenheit.

Die Polizeifamilie 

Polizeifamilie

Die Polizeifamilie ist ein „Wir-Gefühl“ UND DIE SOLIDARITÄT MIT DEN POLIZISTINNEN UND POLIZISTEN. Der Ausdruck der Zusammengehörigkeit aller Polizeibediensteten. Sie umfasst nicht nur in Not geratene Kolleginnen und Kollegen, sondern auch unseren täglichen Dienst, unser tägliches Leben.

Die Polizeifamilie will aufmerksam machen. Sie will zeigen, dass WIR ALS MENSCHEN IN DER POLIZEI nicht alleine stehen. Polizeiarbeit deutschlandweit und weltweit unterscheidet sich im Kern nicht voneinander. Wir gehören zusammen und stehen für einander ein.

Die Polizeifamilie ist keine zusätzliche Organisation oder Verband. Sie steht auch nicht in Konkurrenz mit der DPolG-Stifung oder mit der „ThinblueLine". Wir als DPolG fördern stets das positive Ansehen des Polizeiberufs und unterstützen alle im Einsatz verletzten/geschädigten Kolleginnen und Kollegen. Deshalb setzen wir uns für die Polizeifamilie ein.

Was ist Wertschätzung?

 

Auch Nicht-Polizisten können Angehörige der Polizeifamilie sein, sei es der Ehepartner, die eigenen Kinder, der Bruder, die Schwester. Jede, die und jeder, der dankbar ist, dass es Frauen und Männer gibt, die tagtäglich ihre Familien verlassen und - wenn es sein muss - ihre Gesundheit, ja leider auch ihr Leben aufs Spiel setzen, um das anderer zu schützen.

Die Polizeifamilie erhält Wertschätzung durch sich selbst. Wertschätzung zeigt sich nicht nur in einer besseren Besoldung, sondern auch darin, dass andere Menschen uns positive Gefühle entgegenbringen: ein ehrliches Lächeln, ein Dankeschön, ein anerkennendes Wort, Respekt! Das ist der Lohn, für den wir uns täglich durch die Widrigkeiten des Dienstes kämpfen. Damit ist übrigens auch das ehrliche Danke der Vorgesetzten gemeint!

 

 

Wie ist der Polizeialltag auf der Straße?

 

Wir sind Helferinnen und Helfer in der Not, rund um die Uhr, und vieles ist für Nicht-Betroffene - zum Glück - gar nicht nachvollziehbar. Unser Dienst beginnt z.B. mit einem Verkehrsunfall (VU) auf der BAB, Gott sei Dank nur Blech! Schnell rein, Kaffee und aufwärmen, der nächste Einsatz: VU mit verletzter Person, beim Eintreffen wird einem schnell klar, die verletzte Person ist ein Kind auf dem Schulweg- jede, die und jeder, der selbst Kinder hat, weiß, was man dabei fühlt.

Der nächste Einsatz: eine randalierende Person, alkoholisiert, aggressiv und uns gegenüber beleidigend. Weiter geht es mit einem Raub einen Block weiter, Täter in der Nacheile gestellt. Welch ein Glücksgefühl, dem Beraubten das entwendete Eigentum wiedergeben zu können. Und im Anschluss der Radfahrer, der bei „Rot“ gefahren ist oder der telefonierende Autofahrer - die gar nicht verstehen wollen, warum wir sie anhalten. Typisch der Satz „Haben Sie nichts besseres zu tun?“ Und man denkt: „Du hast keine Ahnung was ich heute alles schon geleistet habe, erlebt habe, sehen musste, riechen musste, mir alles schon anhören musste." Natürlich muss das ja auch nicht jeder.

Aber wir Polizistinnen und Polizisten, unsere Angehörigen und unsere Freunde - und vermutlich all jene, denen wir schon geholfen haben -, können es nachempfinden und unsere Sorgen, Nöte und Ängste teilen - weil wir eine Polizeifamilie sind!

 

 

Und wenn ein Polizist umkommt?

 

Unfälle und Kriminalität - leider ist in unserem Beruf das Drama oft vorprogrammiert. Auch wir sind davon nicht ausgenommen. Werden unsere Kolleginnen und Kollegen beim Dienst verletzt, vielleicht sogar tödlich, dann ist das die ständige Gefahr in unserem Einsatz für alle bei der Polizei. Doch keiner soll vergessen sein. In unseren Reihen kann es alle treffen, und wir wollen füreinander da sein. Sie oder er wird nicht vergessen. Der Tod mag uns trennen, aber aus der Kette der Polizeifamilie wird die Kollegin, der Kollege nicht entlassen!

Passt auf euch auf und kommt heil nach Hause! Nach uns kommt nichts!